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Was kommt

August 2012. In nächster Zeit folgt, bzw. steht schon weiter unten:
- Betriebssystem-Erfahrungen (Android, Windows, Symbian u.a.)
- Samsung Galaxy S3 & Galaxy Note
- HTC Radar
- Nokia einst und jetzt
- Sony-E.
- Headsets & Zubehör
... ... ...



Vorbemerkung

Wenn eine Zeitung oder ein großes Online-Magazin über Geräte schreibt, geht man automatisch von Sachkompetenz aus. Obwohl man sich schon gelegentlich fragt, warum so viele wichtige Aspekte überhaupt nicht berührt werden.

Tut eine Privatperson dasselbe, ist die Frage, warum andere das lesen sollten noch viel stärker gerechtfertigt. In den meisten der unzähligen Foren weiß man ja auch fast nie, wie gut sich die Schreibenden wirklich mit der Materie auskennen und vor allem mit anderen Sachen vergleichen können.

Für die folgenden Test-Berichte, oder besser –Geschichten, spricht „nur“:
- Beachtung von Dingen, die von Profis übersehen oder vielleicht gar absichtlich ignoriert werden ("Wes' Brot ich ess', des' Lied ich sing..."),
- mögliche relative Objektivität, da wir [bis jetzt jedenfalls ;-)] von keiner Seite irgendwelches Geld bekommen,
- Bemühen, auch für absolute Laien zu schreiben, also nicht zu kompliziert zu formulieren und Fachbegriffe etc. möglichst sofort (oft in eckigen Klammern []) zu erklären,
- überdurchschnittliche Erfahrung (mehr dazu in den folgenden Abschnitten)
- möglichst nicht so trockener Schreib-Stil, inklusive Einbindung kleiner Beobachtungen in größere Zusammenhänge. Man kann auch aus einem Handy viel über deutsche und Welt-Politik lernen…

Aber urteilen Sie selbst. Feedback wie immer willkommen!



Wozu Historie überhaupt?

Heute sind alle früheren Errungenschaften SELBSTVERSTÄNDLICHKEITEN? Alle Nachteile ausgemerzt? Hm! Das Radio wird schon oft wegrationalisiert, lese ich verwundert. Wenigstens kleine Spiele waren auch schon mal selbstverständlich – das HTC Radar hat überhaupt keines mehr an Bord. Nicht mal das berühmte Samsung Galaxy S3.

Beim Kurzschlaf tagsüber kann man beim alten Handy mit geschlossenen Augen die Taste für „In 5 Minuten noch mal wecken“ drücken, beim Touchscreen musst Du erst gucken und fummeln… Das alte N95 mit guten zwei(!) Stereo-Speakern taugt in normalen Wohnräumen schon mal als Disco-Ersatz, beim Radar und, nur wenig besser, selbst beim S3 flüstern selbst die (Single!-)Lautsprecher nur sehr verschämt vor sich hin…

Freie Musikwahl bei Klingel-, Weck-, Sms- u.a. Tönen ist auch weg oder zumindest schwieriger und unkomfortabler geworden. Und auch in anderer Hinsicht geht die ENTWICKLUNG MANCHMAL EHER RÜCKWÄRTS. Muss mal öffentlich gesagt werden. Konkreteres dazu in den folgenden Abschnitten!

Überspielen, Verwenden, Löschen und vieles mehr ging schon mal einfacher und besser! Wenn wir das nicht anmahnen, wird unsere Freiheit und unser Komfort am Handy immer weiter eingeschränkt…



Interessante Handy-Geschichte 1_2-Kilo-Handys & Co

Wie für alle Artikel hier gilt: Es sind lediglich persönliche Äußerungen von persönlichen Erfahrungen, Meinungen, Ansichten. Sie erheben keinen Anspruch auf fehlerfreie Absolutheit und Objektivität.

Aber gerade beim Handy kann „ich“ schon etwas mitreden. Mein erstes Unterwegstelefonierding (das Wort „Handy“ war noch lange nicht erfunden), 1993, wog nach meiner Erinnerung noch ca. 2,5 kg, hatte eine Griffstange zum Schleppen und einen richtigen Telefon-Hörer mit Ringelschnur zum Abheben und eine Extra-Antenne mit Kabel, die man auch bei 200 km/h auf der Autobahn durchs Dachfenster nach draußen schieben musste. Dass dieses Teil mit dem zierlichen Magnetfuß trotzdem stets fest auf dem Autodach „klebte“, fand ich immer am faszinierendsten.

Damals kostete die Minute im privaten D2-Netz noch 1,48DM, monatlich kamen locker 4-500 DM zusammen.
Dagegen waren die paar Tausender zum Kaufen schon fast bedeutungslos. Und wenn man beim Einchecken im Hotel das Monstrum auf den Tresen legte, knallten die RezeptionistInnen innerlich die Hacken zusammen. Ach, ja.

Schon erstaunlich und grundsätzlich – bei allen kleinen Ärgernissen – erfreulich, was männlicher Erfindergeist und männliches Organisationsgeschick in den wenigen Jahren seither ermöglichten. Wenn wir heute über unserer taschentauglichen Wunderkisten meckern, dann geschieht das natürlich auf sehr hohem Niveau. Aber wir sind ja in Deutschland, da gehört es zur (linken) politischen Kultur, durch neun dicke Matratzen noch die Erbse zu spüren und zu jammern.

Wobei es hier, auf d-a, natürlich nicht ums Jammern an sich geht, sondern um kritisches Feedback im Sinne von Verbesserungs-Vorschlägen und Entwicklungs-Anregungen.

Werde übrigens nie vergessen, wie freundlich, fast schon fröhlich, sich die privatwirtschaftlichen jungen Damen seinerzeit immer meldeten: „Guten Tag, Mannesmann-Mobilfunk, mein Name ist [z.B.] Michaela Meier, was kann ich für Sie tun?“, flötete es IMMER aus dem Hörer. Da bekam man gleich bessere Laune.

Ganz im Gegensatz zu den verbeamteten Tussis beim Staatskonzern T-Com, die einem ein grantiges (wer wagt es, mich zu stören??!!) „AUSKUNFT!“ durch den Hörer kotzten. Tja, partieller Sozialismus mitten in der „Marktwirtschaft“ und garantierte „Arbeits“plätze beflügeln geradezu zu „Kundenfreundlichkeit“… Wir sollten unbedingt noch mehr SPD & Co. wählen!



Historie 2_Nokia, Sony-E., Headsets & Co.

Nach diesem „Handy-Klopper“ piekte ein NOKIA-KNOCHEN mir die Hosentaschen kaputt, und ich fragte mich immer, welchen Sinn es macht, die Antenne extra vorstehen zu lassen. Noch dazu, nach oben, direkt neben dem Hirn, statt wenigstens nach unten, entscheidende cm mehr vom Kopf weg. Oder warum das Ding nicht wenigstens etwas flexibler ist. War wohl wieder mal der Zeit voraus ;-)

Bis dann endlich das legendäre SONY ERICSON T610 kam. Ich war der Erste und für einige Zeit der Einzige in „meinem“ riesigen Berliner Handyladen, der dieses schicke Teil ohne Antennen-Bubbel kaufte, und rund ½ Jahr lang konnte man damit Freunde und Kollegen immer sehr beeindrucken. Bis dann eine TV-Image-Werbekampagne startete und danach auf einmal gefühlt jede/r Zweite dieses Gerät hatte.

Was leider zur traurigen Überlegung führte, warum so viele Menschen nicht den eigenen Kopf benutzen und sich selber mal auf dem Markt umsehen und nachdenken, sondern erst durch Flimmerbildchen auf den (in dem Fall wenigstens richtigen) Trichter gebracht werden müssen. Aber gut, wir sind nun mal so, kein Grund zur Aufregung. Bieten wir wenigstens etwas Service für Kauflustige und schreiben uns by the way [nebenbei] manchen Frust von der Seele.

Mit dem Sony in der Tasche musste ich, später, immer noch rund zwei Jahre warten, ehe endlich die erträumte [Zeit voraus p-)] eierlegende Wollmilchsau erfunden wurde: Ein Handy, dass Telefon & Radio & MP3-Player & Fotoapparat & Videokamera & (als Neuestes) GPS in sich vereinte. Das NOKIA N95 war das neue Flaggschiff des damaligen Weltmarktführers. Produzierte seinerzeit 400 Mio. Handys jährlich!. Hat sich ja mit eklatanten Fehlentscheidungen von extrem bezahlten Nieten in Nadelstreifen selber ins Knie geschossen. Bis heute, wo das eigentlich gute hauseigene Symbian-Betriebssystem vernachlässigt und das bescheuerte Windows bevorzugt wird. Na, egal, nach den Erfahrungen mit dem N95 hatte sich das Thema Nokia für mich sowieso erledigt. Mehr dazu im Nokia-Kapitel.

Dauerte dann, nach der weltweiten Markteinführung, nochmal rund sechs Monate, ehe das N95 endlich auch in Deutschland zu kaufen war. Begleitet von einer idiotischen WERBEKAMPAGNE übrigens, die das 700-Euro-Gerät an Teenager verhökern wollte! Für 100% aller von mir damals dazu befragten jungen Menschen war so etwas überhaupt kein Thema… Na, ja, wenn wir uns mit Indien (wo schon damals eine Mittelschicht von 220-250 Millionen Menschen DANK GLOBALISIERUNG viel besser lebte, als in seiner sozialistischen Ära, und wo monatlich 5-6 Millionen neue Handys zugelassen wurden) vergleichen, oder mit anderen - im Gegensatz zu Deutschland DANK LIBERALISIERUNG voran schreitenden - Ländern, ist der deutsche Markt für Weltkonzerne natürlich ein Fliegenschiss.

Die GPS-Funktion im N95 war grottig langsam, so dass die Hoffnung, mit dem Handy das NAVI zu ersparen, sich nicht erfüllte, und ich kurz danach doch noch ein „richtiges“ Navi fürs Auto kaufte. Auch gut, zu erinnern: Damals kostete ein Navi noch locker 350 Euro, oder auch über 1000, und so manche Autoscheibe wurde von Dieben eingeschlagen nur wegen dieser Geräte. Aber es ist heute noch tröstlich, Outdoor per pedes [zu Fuß], Rad, Kanu etc. notfalls immer heraus bekommen zu können, wo es einen hin verschlagen hat. Oder wie man in fremder Stadt zurück zum Hotel oder Parkplatz findet, auch wenn man auf die extra zu löhnende Navi-Funktion verzichtete.

Dazu kam sehr bald das erste BLUETOOTH-HEADSET zum Hände-frei-Telefonieren. Die allermeisten wussten seinerzeit nicht mal, was ein Headset ist, geschweige denn, Bluetooth. Werd‘ nie vergessen, wie eine Hotel-Azubi beim Aus-Checken auf den sanft blinkenden Knopf im Ohr starrte und meinte: „Ich hab‘ keine Ahnung, was das ist – aber ich will sowas auch haben!“

Inzwischen offenbarten schon einige Mono- und Stereo-Bluetooth-Headsets ihre Stärken und Schwächen im Alltagstest. Mehr dazu hoffentlich bald (ab August 2012) hier.



Samsung Galaxy S3 (01):Farbe

24.8.12. Mache mich seit wenigen Stunden mit dem „SIII“ alias S3 vertraut, und beginne endlich, mal einige Beobachtungen festzuhalten. Grundsätzlich sicherlich ein sehr feines Teil. Gerade so nicht zu groß für Männerhände, vollgestopft mit High-Tec auf der Höhe der Zeit. Hoffe ich einfach mal.

Aber wo viel Licht ist, fällt bekanntlich auch Schatten. Das Licht-Loben können wir getrost Samsung überlassen, da sind zweifellos hochbezahlte Werbe-Profis am Markt. Leuchten wir Unbezahlten also mal hier und da in den Schatten hinein. Und beschreiben es, wie es gerade auffällt.

FARBE: Das „Blau“, was mir geliefert wird, ist so völlig anders, als das im Laden. Zum Glück, möchte ich hier sagen. Denn das blasse, etwas kindische Blau dort wich bei meinem Gerät einem sehr dunklen Nachtblau, das schon fast als besseres Schwarz durchgehen könnte.

Wenn ich so bedenke, welcher enorme Aufwand für die Lackierung eines Autos nötig ist, und dennoch sehen nicht alle gleich aus – dann frage sicher nicht nur ich mich, warum die Handys nicht durch mehr Farbauswahl dem individuellen Abgrenzungsbedürfnis Rechnung tragen.

Von Signalrot über Pink bis meinetwegen lila, resedagrün oder stramplerblau – hat es denn jemals jemand ernsthaft probiert? Die Mehrkosten dürften in einem Rahmen bleiben, den viele gerne bezahlen würden, um sich dann täglich an einem wirklich besonders schönen Teil zu erfreuen.

Und nicht nur viele Damen würden sicher einen Zusatz-Aufpreis hinlegen, um Andere mit etwas relativ Exklusivem neidisch machen zu können. In den USA ist ein rotes zu haben und wird in den Webforen hier herbei gesehnt, die Gerüchte über Schwarz nehmen kein Ende - aber denkste…

Na, gut. Jedenfalls freue ich mich über die falsche Farbe und wundere mich nur, wie Hersteller so gigantisch geniale Technik entwickeln und in so winzige Gehäuse sperren können, und dann nicht in der Lage sind, ihre eigenen Farbmuster einzuhalten. Na, ja, nicht das Ende der Welt, für mich sogar ein Glücksfall.



S3 (02): Gehäuse

Fühlt sich doch sehr gut, deutlich wertiger an, als sich „Plastik“ liest. Polycarbonat ist doch letztlich auch nur „Plaste“, wie es in Ostdeutschland heißt, oder? Doch ob die paar Euro und die paar Gramm mehr für ein richtig gutes Magnesium/Aluminium-Gehäuse o.ä. wirklich das Unternehmen in den Bankrott führen würden?

Klar, da gibt es Markt-Analysen und interne Preisvorgaben, was so ein Teil kosten darf, um wettbewerbsfähig zu sein, und irgendwer hat sicher gesagt: Wenn es noch 10 Dollar mehr kostet und 5 Gramm mehr wiegt, bleibt es liegen. Na ---- glaube jeder, was er mag.

Ich erinnere mich an keinen Testbericht, in den das angebliche Plastik-Billig-Feeling nicht kritisch angemerkt wurde. Auf jeden Fall hätte es etwas matter, aufgerauter sein können. Dass es ihr mal aus der Hand rutscht, war die erste Befürchtung meiner Freundin. Na, für ihre zierlichen Hände ist das Teil eh viel zu groß. Aber für mich ist es, sagen wir, nicht übermäßig erhebend, das Gerät aufzuheben, aber allemal durchaus akzeptabel.

Bleibt nur, zu beten, dass es nach Jahren auch noch äußerlich intakt ist. Bei meinem Nokia N95 habe ich irgendwann aufgegeben, immer neue Akku-Deckel mit den winzig-zarten, soooo leicht abbrechenden Plastik-Häkchen zu kaufen, und das Ganze mit Klebstreifen immer mal neu befestigt. Ein US-Grenzer würde bei dem Anblick wohl sofort die Waffe auf mich richten und das Bombenkommando rufen.

Während mein Nokia im Metallgehäuse immer noch wie frisch gekauft daher kommt. Wieso darf ein weltranglistenerstplaziertes Handy nicht die paar Euro mehr kosten, für ein richtig gutes Cover? Wer, wie ich gerade, 579 Euro ausgibt, nimmt es auch für 589, oder gerade dann, weil das Feeling sooo viel besser wäre.



S3 (03): Speicher

Ich teste die Version mit 32 Gigabyte eingebautem Speicher. Wollte eigentlich die 64-GB-Variante kaufen. Aber seit ab Mai das 16-GB-S3 endlich zu kaufen ist, gibt es immer nur Gerüchte um das 64er. Erst sollten alle drei Versionen erhältlich sein, dann hieß es, das 64er kommt gar nicht nach Deutschland / Europa. Jüngst doch wieder, „noch im 2. Halbjahr 2012“. Aber wann? Kein Händler kann dazu etwas sagen. Auch jetzt, im August, weiß niemand einen Liefertermin. Nur der Preis ist schon angesagt: stolze 800 Euro!

Während all dieser ärgerlichen Unklarheiten, die nicht unbedingt für Samsung sprechen, kam still und leise das 32-GB-S3 in die Läden. Aktuell kostet das 16er ab ca. 500,-, das 32er ab 585 incl. Lieferung, genauso viel im Laden (Cyberport). Ja, ja, 574,9x genau, aber die „99,99“-Tricksereien machen wir nicht mit. Es wird aufgerundet, nach guten alten Regeln von Adam Riese & Co. Kostet der Diesel 1,559, oder das Vogelhäuschen im Baumarkt 13,95, dann sind das nach aller Logik eben praktisch 1,56 bzw. 14,-. Und nicht 13, wie ein normaler Kunde im Praktiker neulich sagte. Die 99-Masche zieht leider immer wieder. Aber nicht bei uns!

Man kann rechnen: Eine supergute Micro-SD-Speicherkarte in der zukunftsträchtigen SDXC-Version, mit Top-Geschwindigkeitsklasse 10 und irrsinnigen 64 GB, zur Erweiterung des eingebauten Speichers, kostet aktuell bei Amazon 55,- inkl. Lieferung. Kann man übrigens auch in geeigneten Kameras nutzen, als beachtliche Speicher-Reserve für den nächsten Urlaub, wenn man im Handy nur Musik etc. darauf sichert, die man noch mal zu Hause im PC hat und also unterwegs notfalls löschen kann.

Die gleiche SDXC-64-GB-class10-Karte im normalen SD-Karten-Format (für den Fotoapparat) kostete übrigens vor wenigen Wochen noch ab 125 Euro. Schon erfreulich, wie männer-gemachter Fortschritt Preise purzeln lassen kann. Und erstaunlich, wie –zig Gigabyte Fotos, Texte, Musik usw. usf. auf die Fläche eines zierlichen Daumennagels passen!

Was aber heißt das für den Handy-Kauf? 16 GB mehr interner Speicher im 32-GB-S3 (bezogen auf das 16er Smartphone) kosten 80 Euro mehr. Für 48 GB mehr (64-GB-Handy im Vergleich zum 16er) müssen gar rund 300 Euro zusätzlich hingeblättert werden! 64 GB externer Zusatzspeicher kosten aber nur 55,-!!! Es scheint, da wird einfach nur mit Fantasie-Preisen hemmungslos abgezockt. Aber gut, wir stecken nicht drin, im Handy oder in Samsung. Konkurrent Apple macht‘s im iPhone ja auch ähnlich.

Viele Foren-Diskutanten im Web finden, 16 + maximal 64 GB sind schon mehr, als man jemals braucht. Die sind sicherlich noch schön jung. Meinen zweiten PC, 1992, konfigurierte ich mir im Web mit damals irrsinnigen 4 MB (nicht GB!) RAM (Arbeits-Speicher). Kostete dadurch wohl rund 200 DM zusätzlich. Ein gut befreundeter Dr.-Ing. erklärte mich für verrückt: „4 MB brauchst Du nie, 2 reichen völlig aus!“

Nun, wir alle wissen, wie irre schnell auch heute noch selbst 3 Giga(!)byte Arbeitsspeicher zu wenig sind für die ausgeuferte Software voller Funktionen, die man(cher) wirklich nie braucht, aber auch nicht (so einfach) abstellen kann. Mein erster PC, 1999 (wer kennt heute noch Schneider?), hatte noch gar keine Festplatte und musste das Betriebssystem immer erst von einer Diskette in den RAM laden. Heute sind Festplatten von 2000 GB schnell mal zu klein. U.s.w.

Das heißt allein schon: Du hast nie genug Steckdosen in der Wohnung, und nie genug Speicher im Handy. Viele haben –zig GB MP3-Musik im PC, dazu kann man leicht 100 und mehr GB an nützlichen oder unterhaltsamen Audio- und Video-Podcasts völlig kostenlos bei iTunes & Co. sammeln. Also allein das, was man dann beim Joggen, Bügeln, Unkrautrupfen, Bus- oder Kanufahren etc. etc. vom Handy schön entspannt anhören oder beim Warten auf die Bahn ansehen kann, sprengt heute schon die 124 GB, die theoretisch derzeit maximal ins Smartphone passen.

Und da hast Du noch kein Video gedreht. Eine Minute Full-HD frisst locker ungefähr(!) 1GB. Dann möchtest Du noch Fotos aufnehmen, mal im Radio was mitschneiden oder im Auto schnell mal einen Gedanken als Sprach-Memo festhalten. Ja, ja, natürlich nicht, wenn Du fährst, wer macht den sowas p-) .

Also 1.) Handys ohne erweiterbaren Speicher sind nur noch etwas für Leute, die wirklich nur telefonieren. Oder sich gerne ärgern, wenn der Platz dann nicht mehr reicht. Diese Handys sind fast schon so unsinnig, wie die ohne wechselbaren Akku. 2.) Ob Du den o.g. Preiswucher mit machst, oder nicht, ist „nur“ eine Frage des Geldbeutels und Deiner Nutzungs-Gewohnheiten. Die 32-GB-Version mit 80 Euro Aufpreis scheint mir ein gerade noch erträglicher Kompromiss. Wie schnell oder langsam die jetzt 800,- für das 64er dann schrumpfen, wenn es erst mal endlich zu kaufen ist, weiß ja heute noch niemand.



S3 (04): Handy am PC (1)

Eher nebenbei sei erwähnt: Einige MENÜ-EINTRÄGE sind größer, als der Platz, der ihnen zur Verfügung steht. Kann immer und überall mal vorkommen. Aber dann sollte beim Zeigen darauf ein Popup aufgehen, das den vollen Eintrag zeigt, oder dieser beim Klick in einem neuen Fensterchen komplett dargestellt werden. Hier passiert mehrfach weder dies noch das noch sonst etwas.

Größter FRUST bisher und hoffentlich für den Rest unseres gemeinsamen Lebensweges (dieses Handy & ich): Was alle versprochen hatten, Händler, Webforen, Bekannte – es geht eben doch nicht! Habe das iPhone mit 64GB links liegen lassen, weil alle sagen, Du bist dann unbedingt auf iTunes angewiesen, um Musik überspielen zu können etc. Würde auch nie ein Windows-Phone kaufen, nachdem ich am Diensthandy erleben musste, dass dieses Schwachsinns-Teil ohne Microsofts „Zune“ am (Windows!!!!)-PC nicht erkannt wird.

Was noch getoppt wird, durch die Unmöglichkeit, Zune auf meinem stinknormalen Vista-PC zu installieren (das Web läuft über vor Hilferufen ähnlich Betroffener, aber MS geht’s wieder mal am A… vorbei). Und als Krönung wird Dir nicht mal erlaubt, ein Lied oder einen Podcast unterwegs, ohne PC-Anbindung, zu löschen, wenn Du das willst! Hallooo??? Wo leben wir denn? Wie sind Menschen drauf, die sich sowas im vollen Bewusstsein freiwillig kaufen? (Ernsthafte Frage!) Die vielen, die das auch nicht vorher wussten, sind natürlich entschuldigt.

Jetzt aber zum Samsung GalaxyS3 und seinem Android. Da kannst Du einfach hin und her schieben, Musik, Fotos, Videos, Texte – aber klar doch, überhaupt kein Problem, haben alle gesagt. Scheiße war‘s! Diplomatischer ist das einfach nicht zu formulieren!

So wie Apple sein iTunes und MS sein Zune, verlangt Samsung die Installation von „Samsung Kies“! Ohne das läuft da gar nichts! Vista erkennt das ganz sicher per USB-Kabel angeschlossene Gerät nicht! Will Treiber! Die sind nirgendwo dabei! Auch nicht einfach mal kurz aus dem Web zu holen! Nein, Du musst wieder so eine verdammte Software vom Hersteller downloaden! Über deren Benutzung kann und will ich noch nichts sagen, wegen dem nächstfolgenden Punkt.

Aber alleine die Tatsache, dass ich ENTGEGEN ALLEN VERSPRECHUNGEN nicht einfach meinen üblichen Datei-Manager (Windows-Explorer, Speed-Commander oder welchen auch immer man benutzt) nehmen und Dateien managen kann, dass ich als teuer zahlender Kunde doch wieder entmündigt und GEZWUNGEN werde, mich einer Hersteller-Software zu unterwerfen, macht mich, höflich formuliert, STINKSAUER!

Wohlgemerkt: Niemand kann ernsthaft etwas dagegen haben, dass Hersteller solche Programme ANBIETEN. „Gratis“ oder gegen Geld, ihre Sache. Mit dem Versprechen natürlich, die Handybedienung zu erleichtern, aber klar doch, that’s Reklame. Und wer’s mag, na bitte schön, nur zu! Aber es ist ja kein Angebot, es ist ZWANG! Und das nun auch in der ach so freien Android-Welt. Dann hätte ich auch längst ein iPhone kaufen können.

Na, ja, statistisch muss ich bis zum Abnibbeln noch ein paar Handys kaufen (ja, ja, Smartphones heißen die heute – sind aber auch nur Handys ohne Tasten), und dann fällt mir jedes Mal diese Enttäuschung sicher wieder ein.



S3 (05): Software-Aktualisierung, Handbuch

Aber zum Grund, warum ich „Kies“ noch nicht ausprobieren kann: Als erstes kam, natürlich nicht ganz unerwartet, die Meldung, dass Firmware zu aktualisieren sei. Na, gut, noch sind kaum persönliche Daten drauf. Also ziehen wir es durch. Maximal 30 Minuten dauert das, stand da. Beim „Aktualisierungs-Fortschritt von 3% habe ich dann doch mal die Stoppuhr neben‘s Handy gelegt. Jetzt stehen die Anzeigen bei 22% und 107Minuten30Sekunden.

Heilige Scheiße! Was passiert da??? War es doch wieder ein schwerer Fehler, vertrauensvoll und gutmütig zu bestätigen, dass die ein paar technische Daten abgreifen dürfen, um ggf. Hilfe leisten und sich weiter entwickeln zu können? Was machen die seit brutto jetzt rund zwei(!!!) Stunden(!!!)? Gab ja vorher schon einen mehrminütigen Download! Lesen die jetzt meine Festplatte aus und leiten es direkt an die Russenmafia weiter, oder was?

Seit ZWEI STUNDEN darf ich mein neues(!) Handy nicht benutzen! Habe vielleicht auch einfach mal zu telefonieren?! Wieso, zur Hölle, wird man da nicht gewarnt! Klar, die T-Online-Leitung hier, < 1km Luftlinie vom Zentrum einer Kreisstadt nahe der Hauptstadt, ist erbärmlich, aber selbst Full-HD-Videos sind schneller unten! Und dass ich die Leitung derweil nicht anderweitig benutze, versteht sich ja (leider) von selbst.

Die Grafik zum „Aktualisierungs-Fortschritt“ zeigt einen Pfeil, der von oben (aus dem Web also) auf meinen PC einwirkt. Nicht auf das Handy, dass an einem Kabel außerhalb des Pfeil-Ziel-Bereiches symbolisiert ist. Das bedeutet nach Adam Riese und jeder sonstigen Logik: Es wird jetzt was aus dem Web auf den PC geladen. Steht ja auch noch dran: „Die Datei für die Firmware-Aktualisierung (…) wird heruntergeladen…“

Wieso darf ich dann nicht wenigstens derweil das Handy abziehen und meine Freundin anrufen. Hä???!!!
Wiederum wohlgemerkt: Dass mal ein kleiner Programmierer solchen Unfug verzapft, kann passieren. Nobody ist perfect. Aber kann sich Elektronik-Weltkonzern Samsung wirklich keinen Chef oder wenigstens einen Student-im-Nebenjob-Praktikanten leisten, der das Produkt dann mal mit ins Kämmerchen nimmt und auf Herz und Nieren prüft?

Apropos Prüfung und Student: Dass das Handbuch zum S3 offenbar in Teilen ohne jede weitere Prüfung von irgend einem Vorgänger-Model kopiert wurde, darüber amüsiert sich auch die Web-Community. Und womit? Mit Recht! Wenn ein Gerät die modernen SDXC-Karten lesen kann, und das bis 64GB, aber im Handbuch steht, nur SDHC und bis 32, dann ist das einfach mal oberpeinlich für einen Hersteller mit Weltmarktsführungsanspruch. Tolle Wörter haben wir Deutschen!

Über 1,5 Stunden Firmware-Aktualisierung, und wir sind bei 25%. Heißt, das Runterladen ist beendet nach SECHS STUNDEN!!!! Dann muss ja noch installiert werden, auch wenn im schlampigen Computer-Deutsch das von einigen Herstellern schon in einen Topf geworfen wird, Download & Installation. Und dann funktioniert womöglich einiges wieder nicht so, wie ich es bis jetzt über Stunden eingerichtet habe! Nach meinem letzten Nokia-Update, sicherheitshalber in der Nokia-Fachwerkstatt, war fast alles futsch, was ich an Kontaktdaten etc. mühsam eingetippt hatte.

Also, ich breche das jetzt ab. Mal sehen, was passiert. Und ob das bei evtl. späterer Fortsetzung (vielleicht mal über Nacht) diese 25% noch mal geholt werden müssen.